Acht Meter über Wuppertal

„Die schaukelt ja richtig“ behauptet Patrick Hermann mit leichtem Anflug von Höhenangst, während die Schwebebahn mit mäßiger Geschwindigkeit die Wupper entlang fährt.

Alle Azubis der DEW machen sich am Dienstag 30.09.2008 auf die Reise durch Wuppertal. Der Weg wird nicht am Boden zurückgelegt sondern in freier Luft, mit einer der größten Attraktionen und dem Wahrzeichen Wuppertals, der Schwebebahn. Los geht es am Bahnhof Vohwinkel quer durch Wuppertal bis hin zum Wuppertaler Hauptbahnhof. Die Schwebebahn schaukelt ruhig über die Straßen und über die Wupper.

Bei einer Höhe von ca. acht Metern hat man eine gute Sicht auf Wuppertal. Die Schwebebahn schwebt übrigens nicht wirklich, sondern hängt an einer Stahlkonstruktion über der durchs Tal fließenden Wupper. Entwickelt wurde sie um 1900 von der Firma MAN als Nahverkehrssystem für den Stadtbereich Wuppertal. Heute fahren täglich ca. 75.000 Fahrgäste mit dem wohl sichersten Massenverkehrsmittel der Welt, das sind 23 Millionen pro Jahr.

Sie ist mit verschiedenen Sicherheitssystemen ausgestattet z.B. kann bei einem technischen Defekt eine Bahn die andere in das Depot schieben. Außerdem gibt es auf jeder Bahn eine eigens entwickelte Bergungsbrücke um Passagiere zu evakuieren. Unfälle gab es seit 1903 kaum mehr als ein Dutzend.

Unvergessen ist Geschichte von dem Elefanten der anno dazumal aus der Schwebebahn fiel. Ende der 90er wurde die Stahlkonstruktion komplett erneuert. Dabei ereignete sich der einzige Unfall bei dem es Tote zu beklagen gab: Als der Wagen Nr. 4 in die Wupper stürzte, starben fünf Fahrgäste, 47 wurden verletzt. Bei der Erneuerung des Traggerüstes war ein vorübergehend angebrachtes Bauteil im Bereich der Fahrschiene („Kralle“) nach Ende der Arbeiten versehentlich nicht abmontiert worden.

Patrick Küper & Robert Kleinert

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